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Sommerfrische



1. Tag: Erdpyramiden & Sommerfrische

Am Vormittag mit dem Bus von Bozen nach Oberbozen am Rittner Hochplateau. Bereits vor 400 Jahren haben die Bozner auf ihrem Hausberg die Sommerfrische verbracht.

In einem feinen Berggasthof gibt es ein leichtes Mittagessen mit passenden Weinen zur Stärkung.

Von Oberbozen nach Klobenstein geht es weiter mit der Rittner Bahn, welche sich bis heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten hat und seit 1907 ihren Dienst verrichtet. Nach einer gemütlichen Wanderung gelangt man zu den Erdpyramiden, den höchsten und formschönsten in Europa. Sie bestehen aus späteiszeitlichem Moränenlehm, welcher zu einem lehmigen Brei wird, wenn er mit Wasser in Verbindung kommt und zu Tal fließt. Wo aber ein Stein im Material eingelagert ist, hält dieser das darunter liegende Material trocken und hart und so wachsen die Erdsäulen bis zu einer Höhe von 30 m aus dem Boden.

2. Tag: Lärchenwiesen & Badefreuden

Von dem sonnig und ruhig gelegenen Dorf Jenesien am Hochplateau des Salten (ca. 1100m) aus genießt man einen herrlichen Blick auf die nur 10 km entfernte Landeshauptstadt Bozen und auf die benachbarten Hochgebirgskämme.

Auf dem europäischen Fernwanderweg vom Gasthof Edelweiß in Richtung Langfenn gilt es, die geheimnisvolle Sagenwelt zu erkunden: zwölf Sagen aus der Umgebung, gestaltet von Schülern/innen der Grundschule Jenesien. Für den Rückweg empfiehlt sich eine Kutschenfahrt über den Salten, die Heimat der Haflinger Pferde.
Zu Mittag Einkehr bei einem typischen Buschenschank.

Nachmittag am Kalterer See: Eintauchen und die Seele baumeln lassen. Der wärmste Badesee der Alpen bezaubert mit seiner unvergleichlichen Panoramalage inmitten von Reblandschaft.

3. Tag: Canyon & Heubäder

Abenteuerlich ist der Einstieg in den Canyon Bletterbach, die geologische Sensation Südtirols bei Aldein. Die Durchwanderung des Canyons mit fachlicher Führung ist für jeden Naturliebhaber ein großartiges, erdgeschichtliches Erlebnis: Vorbei an Wasserfall, Butterloch, Eisenleiter, Cephalopodenbank, dem Bletterbach entlang bis zum Talende, durch den Wald hinauf zum Rand des Kessels. Links und rechts türmen sich über 20 Meter hohe Porphyrwände auf. Im Besucherzentrum Geoparc, in welchem die Entstehung der Gesteine anschaulich dargestellt wird, findet man nette Andenken und Fachliteratur.

Mittags zünftige Almeinkehr und Sonnenbaden zur Erholung. Am Besten gönnt man sich eine Speckmarende mit selbst gemachtem Käse und Butter, dazu ein Gläschen Südtiroler Vernatsch oder einen edlen Blauburgunder. Zum Nachtisch sind Aldeiner Mohnkrapfen oder Strauben auf jeden Fall eine Sünde wert.

Am Nachmittag heißt es ab in die Sommerfrische mit original Heubad auf Jochgrimm, das auf fast 2000m Höhe zwischen dem ungleichen Zwillingspaar Schwarz- und Weißhorn liegt. Ein traditionelles Bad im frischen Almheu entschlackt, entspannt, belebt, fördert das Immunsystem und sorgt für allgemeines Wohlbefinden.

4. Tag: Eislöcher & …

Die Wanderung führt vom Hauptplatz in St. Michael/Eppan, vorbei an Ansitzen und Schlössern, hinein in den Wald. Schon bald strömt einem die Kühle der Eislöcher erfrischend entgegen: Ein Spaltensystem zwischen den Porphyrblöcken verursacht einen ständigen Luftstrom, der auf diesem Wege abkühlt. An die 600 Pflanzenarten sind die Folge dieses enormen Unterschieds der Temperatur auf engstem Raum.

Mittags Einkehr in einem gemütlichen Gasthof.

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